Grundidee Homöopathen verstehen Krankheit als Störung der Lebenskraft. Das bedeutet, nicht einzelne Organe wie Haut, Magen oder Gelenke sind erkrankt, sondern der Mensch als Einheit. Heilung besteht folglich darin, die lebenserhaltenden Steuerungsfunktionen anzuregen und das gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen. Der Organismus besitzt einen Selbstheilungsmechanismus, der versucht, Störungen zentraler Organsysteme wie Herz oder Lunge nach außen zu bringen. Dies erfolgt oft schrittweise von innen nach außen und endet häufig auf der Haut. Ist die Lebenskraft nicht in der Lage, sich selbst zu heilen, z.B. im Falle chronischer Krankheiten, so hilft die Homöopathie, den heilenden Impuls zu setzen. Sofern die Erkrankung noch nicht zu weit fortgeschritten ist und noch keine irreparablen Schäden aufgetreten sind, bewirkt das passende homöopathische Mittel, dass die Lebenskraft ermuntert wird, die Krankheit auszuheilen. Die Symptome sind Zeichen, die dem Homöopathen helfen, dass ähnlichste Mittel (Simillimum) zu finden. Grundlage ist das Ähnlichkeitsgesetz: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ ( = similia similibus curentur). Konsequenz Heilung kann nur entstehen, wenn die Lebenskraft im Gleichgewicht ist. Deshalb muss ein Weg beschritten werden, der sowohl die Ebene der Lebenskraft erreicht, also nicht-materiell wirkt und die Selbstheilungskraft des Körpers unterstützt.
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